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Neu auf der Homepage

 

- Rubrik Forschung: Grafiken zur Motorisierung und zu Entwicklungen im Straßenwesen (wird fortgesetzt)


 


Was ist ViaStoria?

ViaStoria ist eine private Internet-Seite. Sie widmet sich der Straßen- und Verkehrsgeschichte im Rhein-Main-Taunus-Gebiet. Autobahnen und Straßen bilden seit vielen Jahrzehnten eine wesentliche Grundlage für die Prosperität der Region.

Das Kulturgut 'Straße' ist ein zentraler Bestandteil der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung. Vor dem Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert waren Straßen die wichtigsten Verkehrswege für den Transport von Waren, Personen und Informationen. Nach der Fertigstellung bedeutender Eisenbahnstrecken innerhalb der einzelnen Länder und ihrer Verknüpfung zu einem verzweigten Netz wanderte der Güter- und Personenverkehr in großem Umfang auf die Schiene ab. 

Mit dem Beginn der Motorisierung ab etwa 1920 erlebte die Straße als Transport- und Kommunikationsweg eine Renaissance. Die Automobilisierung verhalf dem Straßenbau zu einem rasanten Aufstieg. Zur Lösung der deutschen Straßenmisere in den 1920er Jahren entwickelte der in Frankfurt am Main gegründete und dort ansässige HAFRABA-Verein (Verein zur Vorbereitung der Autostraße Hansestädte - Frankfurt - Basel) die technisch-wirtschaftlichen Grundlagen des Autobahnwesens. Auf diesen Vorarbeiten beruhte der Beginn des Autobahnbaus bei Frankfurt im Sommer 1933.

Seit den 1950er Jahren sind Autobahnen nicht nur in Deutschland, sondern inzwischen in ganz Europa der dominierende Verkehrsweg für Kraftfahrzeuge. Autobahn- und Fernstraßenbau bereiteten der Massenmotorisierung den Weg. Davon zeugen überall die verkehrskulturellen Artefakte, wie z. B. die großen Autobahnbrücken oder der besondere Verkehrsknotenpunkt "Frankfurter Kreuz".


Vorbilder

Die Anregung für diese Homepage gab die Fachorganisation ViaStoria in der Schweiz(www.viastoria.ch) . Das Zentrum für Verkehrsgeschichte arbeitet in vorbildlicher Weise die historischen Verkehrswege auf.

Die AGAB - Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte e. V.,  rettete die Überreste der in den Jahren 1937-1940 begonnenen, aber nie zu Ende gebauten ersten Rhön-Autobahn - die Baustrecke 46 von Eckhardts nach Würzburg - vor dem Verfall und erreichte, dass sie unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die Geschichte dieser knapp 70 km langen Autobahnruine mit 47 noch existierenden Bauwerken wurde historisch sorgfältig dokumentiert (siehe Dieter Stockmann, Strecke 46. Die vergessene Autobahn, 3. Aufl., Veitshöchheim 2007). Internet-Adressen: www.autobahngeschichte.de; www.strecke46.de.

Einen museal ausgerichteten Ansatz verfolgt das Deutsche Straßenmuseum in Germersheim (www.deutsches-strassenmuseum.de), das neben der didaktisch überzeugenden Ausstellung über eine bemerkenswerte technische Sammlung von Geräten und Maschinen für den Straßenbau verfügt.

Was will ViaStoria?

ViaStoria will einen Beitrag zur Erforschung der Autobahnen und wichtigen Verbindungsstraßen im Rhein-Main-Taunus-Gebiet leisten. 

Autobahnen haben wesentlich zur Verkürzung von Raum-/Zeit-Beziehungen in Europa beigetragen. Sie prägten nicht nur neue Vorstellungen von Entfernungen und Erreichbarkeit, sondern veränderten - analog zum Eisenbahnbau im 19. Jahrhundert - die Kulturlandschaft nachhaltig

Die blauen bzw. grünen Wegweiser, Hinweisschilder und Warnzeichen auf den europäischen Autobahnen bildeten im Laufe der Zeit einen spezifischen Kanon von Verkehrszeichen mit hohem Wiedererkennungswert. Das deutsche Autobahnwesen war hier durchaus stilbildend.

PKW-Fahrer und Transportwirtschaft profitierten von dieser Entwicklung weitaus mehr als die 'Väter der Autobahn' ursprünglich prognostiziert hatten. Die Nachteile des Geschehens wurden ab etwa 1970 thematisiert und drangen nur langsam in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer: Lärm, Abgase, Waldsterben, Ozonloch, Feinstaubbelastung.

Dennoch werden Straßen und Autobahnen trotz der jüngsten Umbrüche weiterhin die Hauptträger der Austauschprozesse für Güter, Personen und Dienstleistungen bleiben.


"Zukunft braucht Herkunft!" (Odo Marquard). Dieses Grundmotiv regt dazu an, Fragen zu Ursprung und Werdegang der Autobahnen und der bedeutenden Regionalstraßen im Rhein-Main-Taunus-Gebiet wie auch zu ihren Folgewirkungen zu stellen.

Bisher hat sich die Geschichtswissenschaft vor allem mit dem Werdegang des Verkehrsmittels 'Eisenbahn' in der Region beschäftigt. Die Straßengeschichte wurde sträflich vernachlässigtDabei war der Bau kraftfahrzeugtauglicher Straßen eine unabdingbare Voraussetzung für die Massenmotorisierung wie auch für die wirtschaftliche Entwicklung im 20. Jahrhundert.

 

Ohne die technischen Fortschritte im Maschinenbau, die Erfindung der Autobahn und die Professionalisierung des Straßen- und Brückenbaus hätte der Siegeszug der Automobile wohl kaum stattfinden können. Viele gesellschaftliche und kulturelle Phänomene in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind auf die eine oder andere Art und Weise mit dem "automobilistischen Komplex" (Christoph Maria Merki) verbunden.

Die Verkehrgeschichte des Rhein-Main-Taunus-Gebietes ist nicht zuletzt eine Geschichte der Autobahnen. Das Frankfurter Autobahnkreuz und der Rhein-Main-Flughafen sind weit über die Region hinaus bekannte Wegmarken des Verkehrs. Der 2000 eingeweihte ICE-Bahnhof erweiterte diese Schnittstelle des europäischen Verkehrs zu einem fas einzigartigen intermodalen Knoten.

 

Legende: Fahrzeiten auf Hessens Straßen - gestern und heute, aus: 125 Jahre Straßenbau in Hessen (HLSV)


 

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